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Juli 31, 2010, 18:56:08
 
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Autor Thema: Wie lange wird ein kind eingestellt???  (Gelesen 474 mal)
Jessysworld
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« am: Februar 17, 2010, 12:16:34 »

Hallo!!!

Ich bin im moment echt durcheinander. Mein Sohn ist bald 8 Jahre alt, und wiegt ganze
18,8 kg. Er bekommt Medikenet. Morgens bekommt er 20 mg Retard und nach der Schule
10 mg normal Medikenet. Morgens reicht die Dosis nicht aus, das ergebniss ist, das er ab der
4. Schulstd abdreht, und nicht mehr willig ist im Unterricht mit zu machen. Schulisch kommt er mit,
wenn das liebe verhalten nicht währe. Nun habe ich mit der Ärztin geredet, und die meinte,
wir sollten ihn dann erst mal 4 mal normal Medikent geben. Dann sollte er in der Schule auch eine bekommen.
Das sind 40 mg am tag, und wenn das nicht reicht, sollten wir 5 geben. Es heißt doch pro kg 1 mg?!
Ich will ihn ja nicht schaden, und volldröhnen!!!!!!
Die Lehrerin möchte das er die Klasse wiederholt, weil er angeblich überfordert währe, weil er sich nicht
bis zum ende der 5 std konzentrieren kann.
Ist das mit den Tabletten nicht ein wenig viel ? 4 bis 5 mal am Tag???
Was meint ihr, helft mir mit euren erfahrungen!
L.G. Jessy
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Jochen Bantz
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« Antwort schreiben #1 am: Februar 17, 2010, 15:13:08 »

die einstellung ist oft ein problem, die kilogramm-regelung wird schon lange nicht mehr angewendet weil sie nicht stimmt, allein schon wegen unterschiedlichen stoffwechsel bei den kindern, keiner ist gleich.

die idee alle 3 stunden 10mg zu geben, wird es nicht wirklich vereinfachen, wer wird das kontrollieren? das problem ist vor allem aber der rebound, der bei medikenet oftmals einsetzt, wenn der rebound einsetzt kann es zu problemen kommen, wie eine schlecht geölte maschine.

spontan würde ich eventuell mal ritalin la 30mg empfehlen, das hält gute 6 stunden vor und der rebound ist erfahrungsgemäss nicht so schlimm wie bei medikenet.

rede mal mit der ärztin und frag sie ob sie sich auf den versuch einlässt.

mit besten gruß
jochen
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nepomuk
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« Antwort schreiben #2 am: Februar 17, 2010, 15:37:44 »

Hallo Jessy,

Das mit der Medikamenteneinstellung ist immer so eine Sachen, bei dem einen klappt es auf anhieb und bei dem anderen nicht.

Du sollst erstmal genau schauen wie lange eine unretardierte Tablette wirkt und wie lang im gegenzug die retardierte. Dann würd ich den Arzt fragen was er davon hält mal ein anderes Produkt auszuprobieren.

die meisten haben bei sich oder bei ihren Kindern die Erfahrung gemacht das bei dem einen das Präperat von der Firma X besser wirkt als das der Firma Y.

ich möchte jetzt nicht sagt nimm unbedingt das oder das:

Unsere Erfahrung ist das mein Sohn mit Ritalin LA gut klar kommt, er ist auch wenn er die Medizin genommen hat, zwar weniger aber er ißt was, und die rebounds sind nicht so spürbar wie mit anderen Präperaten. bei und hält die wirkung ungefähr 6-7 Stunden an. ( mein Sohn hat auch eine recht kurze wirkdauer bei den normalen MPHs ca 3 Stunden.

Was die menge angeht, von der festen Formel 1 mg pro kg Körpergewicht gehen wohl mitlerweile viele Ärzte ab. Du mußt halt dein Kind sehr gut beobachten, in wieweit er Anzeichen hat von Überdosierung. Sprich da mit dem Arzt drüber.

"Ich will ihn ja nicht schaden, und volldröhnen!!!!!!" Das liegt ja in deiner Hand, wenn du das Gefühl hast er wirkt wie vollgedröhnt, muß die die Dosis runterschrauben.

jemand der gut mit dem MPH eingestellt ist wirkt nicht vollgedröhnt und es findet auch keine komplette Persönlichkeitsumstellung statt.

Nepomuk
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Distelfink
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« Antwort schreiben #3 am: Februar 17, 2010, 16:27:04 »

Mein Arzt sagte mir (60kg) daß 30mg für mich eigentlich die Höchstgrenze sei ....

Ich denke auch, daß es sinnvoll wäre, ein anderes Produkt auszuprobieren. Unsere Kinderpsychiaterin meinte, daß die Kinder "sehr putzig" auf Retardpräparate reagieren und die Wirkung völlig unterschiedlich ist. Manchmal müsse man viele Präparate einfach "ausprobieren". Möglicherweise machen 20mg retard von der einen Firma genauso viel wie 40mg von der anderen.
Die richtige Dosis wird in der Regel erstmal unretadiert gesucht, weil da die Wirkunterschiede nicht so krass sind und man herausfinden kann, wieviel MPH das Kind wirklich braucht.

Mein Sohn (9) kommt mit 20mg Ritalin retard sehr gut zurecht (bis etwa 15 Uhr). Beim ersten Versuch hatten wir Medikinet und da war er bis knapp Mittag völlig"ruhiggestellt", fast schon apathisch schlaftablettig, also eher überdosiert und ab Mittag dann nur noch am Flippen. Als wenn die komplette Dosis eben doch auf einmal gewirkt hat.
 
LG, Tanja
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« Antwort schreiben #4 am: Februar 17, 2010, 17:22:42 »

Hallo,
manchmal bringt die Zeitumstellung der ersten Dosis schon etwas. Hat er die Möglichkeit die 20mg Retard evtl. eine halbe bis eine Std. später zu nehmen? Oder mit der 10mg normal anzufangen und  bevor er geht die Retard?  Ansonsten bin ich auch der Meinung ein anderes Retardprodukt auszuprobieren, bei uns waren die Wirkung auch total verschieden gewesen, obwohl die gleiche Menge genommen wurde.
Seit wann nimmt er die Retard? Hat es noch nie bis zur 5 Std. gereicht?

In einem bestimmten Rahmen ( verschiedene Zeiten oder Produkte )  etwas ausprobieren und aufschreiben!  und ihr werdet die richtige Einstellung für deinen Sohn finden.  Smiley







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« Antwort schreiben #5 am: Februar 17, 2010, 18:10:49 »

Hallo Jessy,

zur Einstellung der Medikamente kann ich nichts schreiben, da mir die Erfahrung fehlt.

Wie groß ist denn dein Sohn? Passt sein Gewicht in etwa zu seiner Größe? Wenn du dich da sorgst, sprich mal mit dem Arzt darüber.

Du schreibst, dass dein Sohn schulisch mitkommt, dass aber die Lehrerin meint, er müsse das Schuljahr wiederholen, weil er sich nicht bis zur 5. Stunde konzentrieren könne. Habe ich das so richtig verstanden?

Wenn seine Leistungen stimmen, kann doch kein Lehrer verlangen, dass er das Schuljahr nochmal macht.

Mein Großer ist jetzt im 4. Schuljahr. Er hat die Konzentrationsprobleme schon immer gehabt, auffällig wurden sie mit der Einschulung. Es stand auch bisher in jedem Zeugnis.
Da er sich eben im Unterricht nicht so gut wie andere Schüler konzentrieren kann, muss er manchmal zu Hause nacharbeiten bzw. vertiefen. Das ist schon seit dem 1. Schuljahr so.

Mit viel Übung und mit Hilfe einiger Maßnahmen hat sich schon einiges verbessert. Trotzdem muss ich jeden Tag nachfragen und kontrollieren und immer mal wieder mit ihm üben.



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« Antwort schreiben #6 am: Februar 18, 2010, 09:39:11 »

hallo,
wir haben zb. bei unserem letzten stammtisch festgestellt, das die wirkung auch viel mit der ernährung zu tun hat.
wenn sich dir die möglichkeit einer feineinstellung bietet, dann lass das machen. meinem neffen hat es sehr geholfen.
lg jana
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SFlaris
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« Antwort schreiben #7 am: Februar 28, 2010, 23:36:32 »

Hallo,



zunächst finde ich, dass in der psychiatrie leider der Trend Einzug gehalten hat, dass viel viel hilft. Zum einen wird in der Schulzeit hineingepumt was das Zeug hält und dann nach der Schulzeit stehen die Kids ohne Hilfe da. Denn dann ist ja schon die Maximaldosis erreicht.

"kilogramm-regelung wird schon lange nicht mehr angewendet weil sie nicht stimmt, allein schon wegen unterschiedlichen stoffwechsel bei den kindern, keiner ist gleich." Außerhalb der Psychiatrie wird wesentlich sensibler mit Dosierungen umgegangen. Meiner Meinung nach stehen knallharte physikalische Gesetze gegen eine hohe Dosierung von Medikamenten irgendeiner Art. Die gleichen physikalische Gesetze verhindern auch, dass Mehl in einer kleineren Körnung als die Maschengröße des Siebes ungehindert durch das Sieb gelangen kann. Die "Maschengröße" ist bei Kindern wie bei den späteren Erwachsenen gleich. Die Fläche des Siebes wird jedoch im Laufe des Lebens größer. Somit ist die Durchlassfähigkeit des Siebes bei einem Erwachsenen größer als bei einem Kind. Welches Sieb meine ich: Die Blut/Hirnschranke bzw Blut/Liquorschranke. Grade Beeinträchtigungen in der Blut/Liquorschranke sind meiner Meinung nach verantwortlich für negative Nebenwirkungen von Medikameneten im allgemeinen.

Im Alter kann es jedoch passieren, dass einige Maschen verstopft werden. Aus diesem Grunde sind auch ältere Menschen wieder sensibler gegenüber Medikamenten.

Insgesamt denke ich, dass sich die Psychiatrie sich wieder mehr an die physikalischen Gesetzmäßigkeiten orientieren sollte.

Was über Nahrung geschrieben wird: dem kann ich nur zustimmen - Stickstoffhaltige Nährstoffe (Coffein, Nikotin und Eiweißhaltige Nährstoffe ergänzen meiner Meinung nach die Wirkung. Dagegen vermindern meiner Meinung nach kohlenhydratreiche Nährstoffe die Wirkung von MPH).



SFlaris
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« Antwort schreiben #8 am: Februar 28, 2010, 23:46:29 »

Zitat
Stickstoffhaltige Nährstoffe (Coffein, Nikotin und Eiweißhaltige Nährstoffe ergänzen meiner Meinung nach die Wirkung. Dagegen vermindern meiner Meinung nach kohlenhydratreiche Nährstoffe die Wirkung von MPH)

  muss ich mal ausprobieren...
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